Science communications

The following is a comment that has been written for the MaxPlanckJournal and is therefore in German. Please feel free to leave comments in English.

In der ersten Frage des Themenbereichs “Wissenschaftskommunikation” wurde der Kontakt zwischen den Wissen produzierenden Hochschulen und Forschungseinrichtungen und den Wissen vermittelnden Schulen hinterfragt. Bündnis 90/DIE GRÜNEN, DIE LINKE und die SPD möchten alle drei diesen Kanal stärken. Dabei bleiben die SPD und Bündnis 90/DIE GRÜNEN allerdings vage und sprechen schlicht von zukünftigen „Kooperationen“ oder „Netzwerken“. Konkrete Konzepte scheinen hier nicht vorzuliegen. Detaillierter schildert dagegen DIE LINKE ihre Ideen: Auf der einen Seite möchte sie WissenschaftlerInnen sporadisch für Unterricht an Schulen entsenden, auf der anderen Seite unterstützen sie SchülerInnenlabors und Technikzentren an Universitäten. Beide Konzepte schließt die in unserer Frage problematisierten universitätsfernen Orte allerdings eher aus. Gleiches gilt für das flächendeckende Angebot.

DIE LINKE erkennt freilich den mit ihren Maßnahmen verbundenen Mehraufwand und plädiert deshalb darüber hinaus für eine eigene Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit an den Hochschulen. Sofern es eine solche Abteilung, deren Aufgaben sehr vielfältig sein können und über das beschriebene Tätigkeitsfeld hinausgehen können, an den Hochschulen noch nicht gibt, ist dem absolut zuzustimmen.

Eine befriedigende Antwort, die den problematisierten Aspekten der universitätsfernen Standorte und dem flächendeckenden Angebot gerecht wird, gibt leider keine Partei. Vielleicht hat die FDP deshalb auf eine Antwort ganz verzichtet.

Die zweite Frage zielte auf die Verwertungsrechte wissenschaftlicher Publikationen ab. Ihre Ergebnisse werden zwar durch Steuergelder finanziert, der Zugang zu ihnen ist aber sowohl für jeden Einzelnen als auch die Hochschulen selbst mit zusätzlichen Kosten verbunden. Bündnis 90/DIE GRÜNEN, DIE LINKE und die SPD sind sich darüber einig, dass hier Open Access durchgesetzt werden muss. Während Bündnis 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE dies uneingeschränkt fordern, stellt die SPD vorsichtig eine Prüfung der Durchsetzungsfähigkeit in Aussicht. Als Alternative, Kompromiss oder zusätzliches Element des Urheberrechts spricht sich die SPD wie DIE LINKE für die Möglichkeit der Zweitpublikation unter uneingeschränkten Bedingungen aus.

Die allgemeine Einsicht beim Thema Open Access ist sicherlich zu begrüßen. Mit Ausnahme weniger Fachrichtungen, in denen Autoren für Publikationen regelmäßig finanziell vergütet werden, ist in den meisten anderen Fächern bereits die Publikation mit hohen Kosten verbunden. Der Erwerb oder Zugang zu diesen Medien verursacht weitere enorme Kosten.

Lediglich die FDP fällt bei dieser Frage aus der Reihe. Als einzige Partei plädiert sie für ein starkes Urheberrecht. Die Lösung wird in einer besseren Finanzierung der öffentlichen Bildungs- und Forschungseinrichtungen gesehen. Dann würde der Steuerzahler sowohl die Forschung als auch den Zugang zu dessen Ergebnissen bezahlen, was in unserer Frage aber explizit als „Missverhältnis“ kritisiert wurde.

Marcus Müller (Thesis)

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